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Dänemark, Schweden oder Polen uns

voraushaben.

Daran müssen wir gemeinsam arbeiten,

bei uns kochen noch zu viele ihr eigenes

Süppchen und arbeiten für sich selbst

und machmal gegen den anderen, statt

für das Weiterkommen des Sportes.

Wie müßte Deiner Meinung nach der

Werdegang eines jungen, talentierten

Fahrers aus Deutschland aussehen, da-

mit er eines Tages – wie Martin Smo-

linski – im Grand-Prix-Zirkus mithalten

kann ?

Da gibt es sicher nicht nur einen Weg,

grundsätzlich müssen wir ähnlich wie z.

B. in Dänemark versuchen, unsere Nach-

wuchsfahrer gut auszubilden, da sind die

Vereine und der Verband gefragt. Wenn

eine gute Grundlage vorhanden ist, kann

der Fahrer mit Fleiß und Disziplin sehr

weit kommen. Talent ist natürlich wich-

tig, aber allein das reicht nicht. Viele se-

hen nur das Ergebnis, nicht den harten

Weg dorthin, und auch wenn man im

Grand Prix angekommen ist, geht die

harte Arbeit weiter. Da unterscheidet

sich die Karriere eines Speedwayprofis

nicht von einem anderen erfolgreichen

beruflichen Werdegang. Bei uns nutzen

bisher nur wenige diese Chance. Ganz

wichtig sind auch die richtigen Leute im

Umfeld. Wenn man sich da erfolgreiche

Fahrer ansieht wie z. B. Greg Hancock,

die arbeiten mit bestimmten Leuten

über viele Jahre zusammen.

In Deutschland wurden durch falsche

Berater oder selbsternannte Experten

schon einige Talente „vernichtet“ oder

erfolgreiche Karrieren verhindert.

Speedway ist in Deutschland immer

noch eine Randsportart. Mit den Euro-

sport-Liveübertragungen von SBP und

SEC wurde ein erster Schritt gemacht,

unseren geliebten Sport einem breite-

ren Publikum nahezubringen. Was wäre

Deiner Meinung nach nötig, um wieder

– so wie früher - die Stadien mit 10.000

Leuten und mehr zu füllen ?

Ich denk, die Übertragungen in TV sind

ein wichtiger Beitrag zu mehr Resonanz

in den Stadien. Medien sind der wich-

tigste Faktor, eine Sportart zu vermark-

ten, das hat man in den vergangenen

Jahrzehnten immer wieder gesehen, wie

z. B. im Tennis, Skispringen etc. Wenn

Medieninteresse da war, dann ging es

mit der jeweiligen Sportart nach oben.

Es gibt und gab in Deutschland immer

einige Veranstalter, für die sind 10.000

Zuschauer keine Seltenheit. Die Mög-

lichkeiten sind also da, es heißt nur, sie

zu nutzen.

Lieber Peppi, ganz herzlichen Dank für

das Interview und Deine Einschätzung.

Wir würden uns freuen, Dich regelmä-

ßig als fachkundigen Zuschauer auf den

deutschen Speedway-Bahnen begrüßen

zu können.

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