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Ich war mehrmals deutscher Speedway-

mannschaftsmeister mit dem AC Lands-

hut,

Vizeeuropameister auf der Grasbahn,

deutscher Vizemeister auf der Langbahn

und Gewinner des ADAC Silberhelms.

Besuchst Du heute noch Rennen, und

wenn ja, auf welchen Bahnen würden

Dich Deine Fans heute treffen ? Nur als

Zuschauer, oder noch immer aktiv im

Hintergrund ?

Natürlich bin ich heute noch auf Rennen,

2012 habe ich eine Ausbildung zum li-

zenzierten C-Trainer gemacht und im

Anschluss eine Rennleiterausbildung.

Ich habe für den AC Landshut die Bay-

erncupmannschaft und die Young Devils

im Speedwayteamcup betreut und trai-

niert. Zusammen mit unserem Jugend-

leiter Hannes Gradl und meiner Frau

Kerstin organisieren wir die Trainings

hier in Landshut. Für den DMSJ arbeite

ich als Nachwuchstrainer im Bereich der

Junioren B und C, und in der SBM bin ich

für die Junioren A, B und C zuständig.

Seit 2014 bin ich für den DMSB Trainer

der deutschen Speedwaynationalmann-

schaften. Also genügend Aufgaben, dass

ich noch in Deutschland und ganz Euro-

pa auf den Speedway- und Langbahnen

anzutreffen bin.

Wie schätzt Du die Entwicklung des

deutschen Bahnsports im europäischen

Vergleich ein ? Nach einer Miniliga im

letzten Jahr haben sich doch wieder 6

Vereine bereiterklärt, an der Bundes-

liga teilzunehmen. Daneben haben es

die Verantwortlichen in Deutschland

auch geschafft, hochkarätige Rennen

wie SWC, SEC, SBP nach Deutschland

zu holen. War das der Durchbruch, wie-

der Anschluß an die derzeit führenden

Speedwaynationen Polen, Dänemark

oder Schweden zu finden ?

Der deutsche Bahnsport wird oft

schlechter geredet, als er wirklich ist.

Seit einigen Jahren gibt es Aufwind, die

Zuschauerzahlen sind mehr und stabilier

geworden, was wir auch hier in Landshut

bemerken. Im europäischen Vergleich

holen wir vielleicht sogar etwas auf, was

sicher auch die erhöhte Teilnehmerzahl

in der Speedwaybundesliga zeigt. In

England und Polen müssen viele Vereine

mittlerweile auch mit finanziellen Prob-

lemen kämpfen, da sind unsere Veran-

stalter schon wieder etwas im Aufwind.

Hochkarätige Rennen auf der Langbahn

hatten wir immer in Deutschland, und es

ist gut, dass dies mittlerweile auch auf

der Speedwaybahn wieder zunimmt. Mit

dem SBP haben wir in Landshut 2014 ei-

nes der besten Rennen der vergangenen

Jahre in Süddeutschland gesehen, dies

hat in der Region zu mehr Anerkennung

und Interesse an dem Sport beigetragen.

Zum Anschluss an die führenden Speed-

waynationen brauchen wir aber nicht

nur solche Veranstaltungen, sondern

auch für die Fahrer entsprechende Aus-

bildungsmöglichkeiten; dies ist es, was

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